ESWT

Induratio Penis Plastica

 
Eine urologische Erkrankung, aber ebenfalls gut therapierbar mittels Stoßwellen: Diese "Induratio penis plastica" am sensibelsten Organ des Mannes führt über anfängliche Schmerzen im Penisschaft und umschriebenen Verkalkungen bis hin zu Verknöcherungen im Schwellkörper zu teilweise sehr störenden Abknickungen des erigierten Penis bis hin zur Unfähigkeit, den Geschlechtsverkehr auszuüben.

Ursache der "plastischen Penisverkalkung", auch als "Peyronie's Disease" bezeichnet, ist eine Kollagenstoffwechselstörung der bindegewebigen Schwellkörperhüllen im Glied. Bei Diabetikern (und z.B. Alkoholikern) tritt die IPP häufiger auf, dann auch gehäuft zusammen mit der Dupuytrenschen Kontraktur der Handflächen und Finger. Spontan heilt die IPP nur in 20% der Fälle aus.

Die Behandlungen richten sich nach den subjektiven Beschwerden und dem Stadium der Erkrankung. Cortisoninjektionen, Iontophoresen und Ultraschallbehandlungen sind im Frühstadium indiziert, die Einnahme von Vitamin E und Aminobenzoesäure (POTABA) ebenfalls, aber wenig aussichts- bzw. sehr nebenwirkungsreich. Weitere medikamentöe Therapieoptionen bestehen und sind im Einzelfall indiziert. Im chronischen ("stabilen") Stadium kommen operative Therapien oder Schmerzbestrahlungen zur Anwendung.

Die ESWT als operationsersetzende und nebenwirkungsarme Therapie wurde erstmals 1989 bei der IPP eingesetzt: Sie hat sowohl im Früh- (zur Schmerzbehandlung) als auch im Spätstadium (zur Minderung des Abknickwinkels) ihre Berechtigung, weil zwischen 40% und 90% der Behandelten nach Monaten gebessert waren.

Gleichwohl wird diese Variante der urologischen Stoßwellentherapie noch breitere wissenschaftliche Erforschung bedürfen, um in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden zu können. Wir verwenden für die Penisbehandlung den Lithotripter STORZ Duolith SD1.